Dieses Molekül wird während akuter Migräneattacken in großen Mengen freigesetzt, da Forscher eine erhöhte Konzentration davon bei Patienten festgestellt haben, die mit heftigen Kopfschmerzen in die Notaufnahme eingeliefert wurden. Aufgrund dieser Beobachtung wurde die Hypothese aufgestellt, dass CGRP eine Entzündung des Trigeminusnervs hervorruft und ihn überempfindlich gegenüber ansonsten harmlosen Reizen macht. Diese Annahme wurde durch Experimente von Dr. Jes Olesen untermauert, dem es gelang, bei prädisponierten Personen starke Migräneanfälle auszulösen, indem er ihnen CGRP in den Blutkreislauf injizierte.
Auf dieser Grundlage entstand die Idee, gezielt Antikörper gegen CGRP oder dessen Rezeptor zu entwickeln. Dies führte zu einem Wettrennen um das „Wundermedikament“, das jedoch durch wirtschaftliche Interessen der Pharmakonzerne verlangsamt wurde.
Nach vielen Jahren scheint diese Forschung nun weit fortgeschritten zu sein, da vier Pharmaunternehmen bereits die zweite Phase der klinischen Studien abgeschlossen haben. Laut ihren Angaben könnte eine einzige Injektion des neuen Medikaments bei 15 % der getesteten Patienten Migräneanfälle für sechs Monate verhindern. Auch das San Raffaele in Rom testet ein ähnliches Präparat an Patienten mit chronischer Migräne – mit angeblich vielversprechenden Ergebnissen. Nach drei Monaten Behandlung wurde eine Reduktion der Anfälle um 62 % festgestellt. In diesem Fall wird der Antikörper einmal monatlich über mehrere Monate hinweg subkutan verabreicht.
Ein Durchbruch ist also nicht in Sicht, aber diese neue Medikamentenklasse könnte zumindest die Symptome bei Patienten mit besonders schweren und einschränkenden Migräneformen lindern – möglicherweise mit weniger Nebenwirkungen als herkömmliche Medikamente. Das klingt zunächst positiv, bestätigt aber gleichzeitig, dass die konventionelle Medizin Migräne weiterhin als unheilbare Krankheit betrachtet und sich ausschließlich auf die Entwicklung von Medikamenten konzentriert, die lediglich die Symptome abschwächen. Denn für die Pharmaindustrie ist ein chronischer Patient, der ein Leben lang auf Medikamente angewiesen ist, weitaus lukrativer als ein geheilter Patient, der keinerlei Therapie mehr benötigt.
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