Es fällt ihr schwer, sich zu konzentrieren und ihre Gedanken zu ordnen. Mit Mühe sucht sie nach Worten, vermeidet meinen Blick und wirkt erschöpft. Der Gedanke daran, wie belastend es sein muss, den ganzen Tag in diesem Zustand zu verbringen, macht mich unruhig.
Was sie beruflich tat oder wie ihr Familienleben aussah – all diese Informationen verblassen in den Hintergrund, verlieren an Bedeutung. Was bleibt, ist die Last, die sie Tag für Tag trägt.
Jede Tätigkeit, jede Aufgabe, ja, einfach alles bedeutete für sie über Jahre hinweg eine enorme Anstrengung – fast ununterbrochen.
Sie erzählt mir, dass diese Anfälle ihr ein normales Leben unmöglich machen, und fügt bitter hinzu: „Wenn man das überhaupt Leben nennen kann“. Dann vertraut sie mir an, dass sie von einer ganzen Reihe an Medikamenten abhängig geworden ist – Substanzen, die nach wenigen Jahren süchtig machen und ihre Wirkung verlieren.
Jedes Jahr muss sie ins Krankenhaus, um sich von diesen Medikamenten zu entgiften. Die Nebenwirkungen sind zahlreich, der Nutzen längst minimal.
Sie fürchtet sich davor, ihre Medikation zu reduzieren – die Vorstellung, dass sich ihre Migräne verschlimmern könnte, ist für sie unerträglich. Sie ist am Ende ihrer Kräfte, ausgebrannt und erschöpft. Sie kann einfach nicht mehr.
Eine solche Situation lastet schwer auf mir. Ich spüre die Verantwortung und frage sie vorsichtig, welche Erwartungen sie an unsere Behandlung hat und wie sie auf Atlantomed gestoßen ist. Sie erzählt mir, dass sie bereits vor Monaten durch eine Nachbarin von unserer Methode erfahren hatte.
Die Informationen auf der Website weckten in ihr Zweifel – und vor allem Hoffnung: Könnte der Sturz der eigentliche Auslöser gewesen sein? Innerlich hoffe ich das mindestens genauso sehr wie sie.
Ich führe die Behandlung ohne Schwierigkeiten durch. Die Frau bleibt völlig ruhig, zeigt keine Reaktion auf die Massage und beschwert sich über nichts. Wir vereinbaren einen Termin für die Kontrollsitzung. Ich rate ihr, geduldig zu bleiben und die Medikation nicht abrupt abzusetzen, um das Risiko einer Entzugskrise zu vermeiden.
Als sie zur Nachuntersuchung kommt, wirkt sie ruhig und klar. Sie erzählt mir, dass die Migräne nach etwa zehn Tagen an Intensität abgenommen habe und sie sich nach Rücksprache mit ihrem Neurologen bereit fühlte, die Medikamente schrittweise abzusetzen.
Drei Monate nach der Behandlung nimmt sie nur noch die minimale Dosis eines einzigen Medikaments, während sie zwei andere bereits vollständig abgesetzt hat. Die Migräne ist in den letzten drei Wochen nur noch einmal aufgetreten – mit einer Intensität, die sie als völlig erträglich beschreibt.
Nach der Untersuchung begleite ich sie zur Tür. Mit einem strahlenden Lächeln sagt sie: „Mir geht es definitiv besser. Sie haben mein Leben verändert – hätte ich Sie doch nur früher gefunden“.
Dann seufzt sie, umarmt mich und geht.
Eine Geste, die mehr sagt als tausend Worte.
Daniela